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Große Themen auf dem 1. Chiemgauer Fußsymposium

Zum ersten Mal und als Patronatsveranstaltung der GFFC, veranstaltete das Klinikum Rosenheim (Dr. Endres) und das Behandlungszentrum Aschau (Dr. Döderlein) im Chiemgau das 1. Chiemgauer Fußsymposium.
In den vielen Vorträgen namhafter Fuß- und Sprunggelenkschirurgen waren immer wieder funktionsorientierte Ansätze zu erkennen. So sprach Prof. Regel vom Klinikum Rosenheim in seinem Vortrag über die Therapie des komplexen Fußtraumas deutlich von der Wichtigkeit des funktionellen Gleichgewichts in der Sehnenrekonstruktion, die von einer frühfunktionellen Rehabilitation begleitet werden müsse. Stabilität des Fußgewölbes ist dabei das erklärte Ziel.

Dr. Heineck von der TU Dresden zeigte in seinem Beitrag „Therapie der chronischen Syndesmoseninsuffizienz“ operative Wege auf, das obere und untere Sprunggelenk wieder zu stabilisieren. Diese mechanische Stabilität ist die Voraussetzung für eine anschließende funktionelle Fortführung der Therapie.

Prof. Lohrer – Sportmedizinisches Institut Frankfurt – verdeutlichte den Unterschied zwischen der mechanischen und der funktionellen Instabilität. Während die mechanische Instabilität mit manuellen Tests und auf Röntgenbilder befundet werden kann, empfindet der Patient bei der funktionellen Instabilität ein Gefühl der Unsicherheit und Unfähigkeit, adäquat auf Destabilisierungsreize zu reagieren. Dabei muss jedoch keine mechanische Instabilität vorhanden sein.
Den Behandlungslogarithmus nach Distorsionstrauma stellte er folgendermaßen dar:
Posttraumatisch erfolgt bei fehlenden Anzeichen einer mechanischen Instabilität die konservative Therapie und Ausheilung. Kurze Ruhephase und frühfunktionelle Behandlung führen zu einer Ausheilung der Strukturen. Die vollständige Funktionstüchtigkeit der Strukturen sollte wieder hergestellt werden können. Kommt es innerhalb eines Jahres wieder zu einem relevanten Trauma, spricht man von einer Second Stage Ruptur. Diese muss dann operativ über eine End-zu-End-Naht der Bandenden versorgt werden. Kann dies z.B. auf Grund der Schwere der Ruptur nicht erfolgen, werden Operationen wie anatomische Rekonstruktionsverfahren (Sehnennaht) bzw. Tenodesen durchgeführt.

Prof. Walther
von der Schön Klinik Harlaching berichtete über den State-of-the-Art der reparativen Knorpelverfahren am oberen Sprunggelenk. Die relativ einfache „Gelenktoilette“ sowie das Mikrofrakturieren ergeben bei 80% der Operationen gute Ergebnisse, wenn die Indikation stimmt! Zu große Defekte können damit nicht adressiert werden. Ein weiteres Verfahren ist die Knochenknorpeltransplantation, wobei Knorpel von einer anderen Stelle – wo er nicht gebraucht wird – eingebaut wird. Zu den Ergebnissen existiert jedoch noch keine prospektive randomisierte Studie, die einen eindeutigen Vorteil herausfindet. Der Nachteil von dem Verfahren der Knorpelzüchtungen liegt in der Zweizeitigkeit der Operation: zuerst Knorpel entnehmen, im Reagenzglas züchten und dann wieder einsetzen.

Mit vielen weiteren Vorträgen zu fußspezifischen Themen ging es eineinhalb Tage um kompetente Wissensvermittlung und kollegialen Austausch. Das neue "interaktive" Konzept mit praxisnahen Falldemonstrationen bot eine gute Grundlage für einen regen Erfahrungsaustausch.

Es bleibt zu hoffen ,das im nächsten Jahr das 2. Fußsymposium folgt.

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